Alle T-Konten werden im Hauptbuch geführt. Bevor die Geschäftsvorfälle darin gebucht werden, erfolgt deren buchhalterische Erfassung in Form von Buchungsanweisungen bzw. Buchungssätzen in zeitlicher Reihenfolge im Grundbuch bzw. Journal.

Sowohl bei einer Buchungsanweisung als auch in Buchungssätzen wird zuerst das Konto genannt, indem die Sollbuchung stattfindet - beim Buchungsatz nach dem Wort "an" - ,dann das Konto mit der Habenbuchung.

Die richtige Beantwortung folgender vier Fragen, führt zur richtigen Buchung.

  1. Welche Konten sind betroffen?
  2. Welche Kontenart ist das jeweils?
  3. Liegt jeweils eine Mehrung und/oder eine Minderung vor?
  4. Erfolgt die Buchung also im Soll oder im Haben?

Zur Beantwortung der letzten Frage benötigt man die Buchungsregeln aus dem vorgehenden Kapitel.

Die Summe der Beträge, die im Soll gebucht werden ist immer so groß wie die Summe der Beträge, die im Haben gebucht werden.

Sollbuchungen in € = Habenbuchung in €
1. Beispiel

Wir zahlen 5.000,00 € aus unserem Kassenbestand auf das Bankkonto ein.

  1. Es sind die Konten Bank (BK) und Kasse (KA) betroffen.
  2. BK und KA sind Aktivkonten.
  3. BK wird mehr, KA weniger.
  4. BK also im Soll und KA im Haben.
Buchungsanweisung
SollHabenBetrag
BKKA 5.000,00 €
Buchungssatz
BK 5.000,00 € an KA 5.000,00 €
T-Konten
S B K H     S K A H
KA 5.000,00      BK 5.000,00 
       
2. Beispiel

Wir kaufen eine neue Maschine zum Preis von 12.000,00 €. Wir bezahlen 2.000,00 € in bar an. Über den Restbetrag erhalten eine Rechnung.

  1. Es sind die Konten Maschinen und Anlagen (MA), Kasse (KA) und Verbindlichkeiten (VE) betroffen.
  2. MA und KA sind Aktivkonten, VE ein Passivkonten.
  3. MA und VE werden mehr, KA weniger.
  4. MA also im Soll, KA und VE im Haben.
Buchungsanweisung
SollHabenBetrag
MA  12.000,00 €
 KA 2.000,00 €
 VE 10.000,00 €
Buchungssatz
MA 12.000,00 € an KA 2.000,00 €
      VE 10.000,00 €
T-Konten (im Hauptbuch)
S M A H     S V E H
KA,VE 12.000,00      MA 10.000,00 
       

S K A H    
  MA 2.000,00